SCIENCE OF GS · Info-Stand

Methode

Die Leitplanke aus dem Laborbuch: Qualitaet ist gemessen, unabhaengig geprueft und reproduziert - nie nur behauptet.

Datierte Staende statt Behauptungen

Jede inhaltliche Aussage der Studienreihe stammt aus datierten, lokal versionierten Arbeitsstaenden - Studienkatalog, Roadmap, Reifegrad-Matrix und Laborbuch - nicht aus Erinnerung oder Marketing.

Das Laborbuch protokolliert Versuche nach festem Schema: Frage, Methode, Messung, Interpretation, Falsifikation, naechster Schritt. Eine maschinelle Datenschicht haelt die Messlaeufe reproduzierbar; Verfuegbarkeit allein zaehlt dabei ausdruecklich nicht als Erfolgsmass.

Praeregistrierung und Audit-Mechanik

Fuer die empirische Fallstudie wurden Ziele, Hypothesen und Entscheidungsregeln vor Beginn der Erhebung publiziert (SOLO-AI Teil 0, DOI 10.5281/zenodo.20685948).

Eine Audit-Mechanik aus eingefrorenem Inventar, Hash-Kette, Amendment-Log und Zweitkodierung erschwert nachtraegliches Hypothesen-Anpassen strukturell. Die Mitpublikation negativer Ergebnisse ist Teil des praeregistrierten Auswertungsplans.

Unabhaengige Pruefung vor Publikation

Vor jeder Veroeffentlichung laufen unabhaengige Pruefschritte. Fuer die Personal-Server-Studie wurden alle 58 Literatureintraege formal per arXiv- und Crossref-Abgleich verifiziert und ein adversariales Cross-Model-Review mit 14 Findings dokumentiert und triagiert.

Das SOLO-AI-Protokoll durchlief vor der Publikation vier adversariale Cross-Model-Reviews unabhaengiger KI-Systeme; das Aenderungsprotokoll ist im Anhang der Studie offengelegt. KI-Unterstuetzung beim Verfassen wird in jeder Arbeit ausgewiesen - der Autor verantwortet alle Aussagen.

Ehrliche Negativ-Ergebnisse

Die Reihe publiziert, was nicht haelt - mit Beleg im Studienarchiv. Die fruehere Effizienz-Behauptung von 85 % fuer die dezimale Kodierung wurde im Juni 2026 nachgemessen und hielt nicht: real 76,4 %, theoretisch bestenfalls 83,0 %. Das 10-von-16-Schema hat keinen Dichtevorteil (4,0 Bit pro Ziffer; dichter packende Kodierungen existieren seit Jahrzehnten). Ein Mood-Conditioning-Ansatz wurde mit gemessenem Effekt Delta = 0 % widerlegt, und ein experimenteller Router liegt auf Out-of-Distribution-Daten bisher unter einer einfachen Keyword-Baseline.

Material, das den Beleg-Standard nicht erfuellt - etwa fabrizierte Alt-Formelsammlungen -, ist aus der Studienlinie ausgeschlossen und wird nicht zitiert.

Offene Publikation mit Patent-Disziplin

Publiziert wird offen und zitierbar: Zenodo mit DOI, CC BY 4.0, ORCID. Eine Defensive Publication datiert die Idee oeffentlich - danach kann niemand sie patentieren und dagegen blockieren; Vorbild ist das RISC-V-Modell (Spezifikation offen, Name schuetzbar).

Vor jeder Veroeffentlichung gilt eine dokumentierte Trennregel: die Sprach- und Referenz-Ebene ist offen, konkrete Hardware-Verfahren bleiben zurueckgehalten, bis die Schutzfrage geklaert ist - denn eine Veroeffentlichung ist in Deutschland und Europa irreversibel neuheitsschaedlich.

Ehrliche Reifegrade (TRL)

Eine Technology-Readiness-Matrix haelt die Reife jedes Projekts fest, damit Ankuendigungen nicht mit Ergebnissen verwechselt werden: die Dezimal-ISA steht als reine Software-Referenz bei TRL 2-3 (keine Hardware), die publizierte Personal-Server-Architektur bei TRL 3-4; nur produktiv laufende Infrastruktur liegt hoeher.

Die Regel dahinter: alles unter TRL 3 gehoert nicht in Foerder- oder Verwertungsantraege - und nicht in Werbeversprechen.